Zermatt März 2007
Im Frühjahr 2007 war es mal wieder soweit. Mit einem guten Freund wollte ich unsren allajährlichen Skikurztrip antreten. Dieses Jahr sollte es für sechs Tage nach Zermatt gehen. Nach vielen Urlauben in Österreich und dem Kurztrip nach Grindelwald im Vorjahr, wollten wir nun noch einmal in die Schweiz fahren. Da Zermatt sehr bekannt ist, buchten wir ein Hotel mit Halbpension Nachbarort “Täsch” ganz in der Nähe von Zermatt , um auch dieses Skigebiet mal kennen zulernen. Das Hotel in Täsch bildete eine günstigere Alternative zu einem Hotel direkt in Zermatt. Außerdem konnten wir Täsch problemlos mit dem Auto beziehungsweise mit dem Autozug erreichen. Zermatt ist ja bekanntlich eine autofreie Stadt.
Nach gut 2/3 der Strecke Richtung Zermatt hört die Straße in Kandersteg auf und man muss mit dem Autozug weiter fahren. Nach etwa einer halben Stunde auf dem Zug, konnten wir kurz hinter Gampel wieder auf eigenen Rädern zum Endspurt ansetzten.
Am späten Nachmittag sind wir dann im Hotel Walliser Hof in Täsch angekommen und konnten uns erst einmal von der Fahrt entspannen.
Das Hotel gehört zur mittleren Kategorie und war für uns völlig ausreichend. Das Essen war sehr gut und im Keller des Hauses befand sich sogar eine kleine Wellness-Landschaft. Dazu zählte ein kleiner Pool, ein Whirlpool und eine Sauna. Das Entspannen nach dem Skifahren war also auch gesichert.
Täsch selber ist nur sehr klein und verfügt über die nötigsten Einkaufsmöglichkeiten. Aber wir wollten ja auch eh viel lieber Skifahren. :) Wetter
Von unseren fünf Skitagen hatten wir größtenteils hervorragendes Wetter. Am dritten Tag war es bereits morgens früh ziemlich bedeckt. Trotzdem sind wir auf den Berg gefahren aber uns war nach wenigen Abfahrten klar, dass der Tag und das Wetter nicht besser werden wird. Es war sehr nebelig und es hat geschneit, sodass die Sichtverhältnisse mehr als schlecht waren. Gegen Mittag entschieden wir uns dann dafür, dass Skifahren keinen Sinn hat und dass wir lieber wieder ins Hotel zurück kehren und den Tag irgendwie anders verbringen sollten. Am darauf folgenden Tag konnten wir gar nicht auf den Berg fahren, beziehungsweise versuchten wir es gar nicht, da sich die Wetterverhältnisse nicht gebessert hatten. Also entschieden wir uns für einen kurzen Ausflug in die City von Zermatt und waren den Rest des Tages damit beschäftigt Rekorde auf unserer Playsi zu brechen :) Insgesamt gesehen hatten wir jedoch ganz gutes Wetter, sodass die Schneeverhältnisse ebenfalls sehr gut waren und wir viele schöne Abfahrten geniessen konnten.Skigebiete
Das gesamte Skigebiet rund um Zermatt hat eine Gesamtlänge von 256 Pistenkilometern. Im Grunde findet dort jeder Skifahrer, vom Anfänger bis hin zum versierten Techniker, für ihn geeignete Abfahrten. Das Skigebiet lässt ich grob in eine schweizer und in eine italienische Seiten unterteilen, welche komplett miteinander verbunden sind. Von Täsch aus muss man zunächst circa 10 Minuten mit einem Zug (Matterhorn Gotthard Bahn) nach Zermatt fahren. Dort kann man dann entweder direkt in eine, na sagen wir, Bimmelbahn einsteigen, die scheinbar in endlosen Kurven den berg hinauf fährt.. Diese Tour habe wir am ersten Tag gemacht und vom Hotel bis zur ersten Abfahrt circa 2 Stunden gebraucht, also nciht wirklich zu empfehlen :) Die bessere und auch viel schnellere Lösung ist das umsteigen in einen der Skibusse. Mit den Bussen kommt man sowohl zur schnelleren Gondel in die Schweizer Bergwelt, als auch zur italienischen Gondel. Die Schweizer Seite haben wir als recht verwinkelt empfunden und für die ersten, meistens etws holprigen Skiversuche eher nicht geeignet. Für versierte Fahrer finden sich dort allerdings sehr gute und auch recht lange Abfahrten. Die italienische Seite bietet eher breite Autobahnen und ist somit gerade für Anfänger hervoragend geeignet. Allerdings sei angemerkt, dass die Italienier technisch gesehen, sei es von den Liften, bis hin zu den Plumsklos eher spartanisch eingerichtet sind :) Von beiden Seiten, also sowohl aus der Schweiz, als auch aus Italien hat man einen wunderbaren Blick auf das eindrucksvolle Matterhorn!Zermatt
An unseren wetterbedingten freien Tag haben wir uns aufgemacht, um ein wenig Zermatt zu erkunden. Zermatt liegt im Kanton Wallis circa 1600m über dem Meeresspiegel und hat geschätzte 6000 Einwohner. Wie bereits erwähnt, ist Zermatt für den normalen Autoverkehr gesperrt, so dass man sich im Grunde frei durch die kleinen Gassen bewegen kann. Allerdings sollte man aufpassen, dass man nicht von den doch etwas rasant fahrenden kleinen Skishuttles übersehen wird :) wie man erahnen kann ist der Hauptwirtschaftszweig der Tourismus. Da Zermatt in der oberen Preisliga spielt, sind auch die Geschäfte für den Normal-Touristen eher von außen zu begutachten :) Dies sollte aber natürlich nicht von einem Bummel durch die sehr niedlichen kleinen Gassen abhalten.Fazit
Unsere Woche in Zermatt war aufgrund des durchwachsenen Wetters eher ein mittelmäßiger Erfolg. Die vier Tage auf den Bergen selbst, waren hingegen wirklich sehr gut und in unseren augen sollte jeder mal das Matterhorn aus der Nähe gesehen haben. Sollte es uns nochmal nach Zermatt ziehen, würden wir auf jeden Fall nciht mehr in Täsch wohnen, sondern uns eine Unterkunft direkt in Zermatt suchen. Die allmorgendliche Tour mit dem Zug haben wir im Nachhinein betrachet als sehr störend empfunden. Trotz alledem halten wir unseren Urlaub natürlich in guter Erinnerung, denn: Eschte Fründe.... na egal :)Home |
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