New York Sommer 2000
Im Juni 2000 beschlossen Nico und ich nach bestandenem Abi einen Trip nach Amerika zu machen. Genauer gesagt war die Metropole New York unser Ziel. Wir buchten ziemlich kurzfristig in unserem jugendlichen Leichtsinn eine zehn Tagesreise und mussten auf Grund unserer Spontanität leider etwas tiefer in die Tasche greifenals geplant. Das trübte jedoch keinesfalls unsere Vorfreude.
Als es dann so weit war und wir vom Düsseldorfer Flughafen unseren etwa acht stündigen Flug zum Newark International Airport antraten, stand unser Plan, was wir alles besichtigen wollten bereits fest.
Im Flugzeug bekamen wir ein grünes Einreise-Formular vorgelegt, auf dem wir bestätigen mussten, dass wir keine Schwerverbrecher sind oder gar der Judenverfolgung beigewohnt haben. Hierbei gilt der Grundsatz definitiv alle Fragen mit NEIN zu beantworten, sonst bekommt man bei der Einreise ziemlich gewiss eine Privat-Audienz mit den netten Herren der Flughafenpolizei. Da wir brav diese Faustregel befolgten, konnten wir problemlos alle Sicherheitskontrollen passieren.
Nun mussten wir uns um den Transfer Richtung Manhattan kümmern.
Ohne große Erfahrung beschlossen wir aus finanziellen Gründen lieber den Bus zu nehmen, als ein Taxi zu buchen. Nach 30 Minuten Fahrt stiegen wir durch unsere Unwissenheit an der Grand Central Station aus. Dies hatte zur Folge, dass wir noch relativ weit zum Hotel laufen mussten. Nach einigem Nachfragen, sind wir dann doch noch bei unserem Hotel, dem Pennsylvania angekommen.
Nachdem wir dann problemlos eingecheckt hatten, ging es direkt auf Entdeckungstour in den Big Apple.
Hotel Pennsylvania
Das Hotel Pennsylvania ist mit seinen 1700 Zimmern das viertgrößte Hotel Manhattans. Wir entschieden uns hauptsächlich dafür, da es einfach eine unglaublich zentrale und somit für uns perfekte Lage hatte. So konnten wir unsere Ausflugsziele ohne große Umwege ansteuern. Beispielsweise befindet sich der Madison Square Garden genau auf der gegenüberliegenden Straßenseite und hinter der nächsten Straßenecke wartet auch schon das Empire State Building. Gebucht hatten wir ein Doppelzimmer ohne Verpflegung. Das Zimmer war relativ groß und da zwei große Betten vorhanden waren, mussten wir zwei Jungs auch nicht unnötig kuscheln. Außerdem war das Schnarchen mit drei Metern Distanz zwischen uns etwas (!) angenehmer zu ertragen. :) Auch alle anderen Annehmlichkeiten, wie eine in Amiland um diese Jahreszeit unabdingbare Klimaanlage oder ein großer Fernseher waren vorhanden. Immer wieder gerne Hotel Pennsylvania!!!
Highlights
Empire State Building
Als eines der bekanntesten Gebäude der Welt, gehörte das Empire State Building zu einem unserer ersten Besichtigungen. Die Gegensätzlichkeit der Aufmachung des Gebäudes wirkte zunächst etwas seltsam. Auf der einen Seite gibt es die vielen Büros mit den wichtig aussehenden Geschäftsleuten. Auf der anderen Seite gibt es den sehr touristischen Teil mit seinen Souvenir-Shops und den zahlreichen Postkarten-Ständern. Das Empire State Building ist, mit seinen 443,2 m, im Sommer 2000 noch der zweit höchste Wolkenkratzer New Yorks gewesen. Nachdem 2001 das World Trade Center unter tragischen Umständen zerstört wurde, gilt das Empire State Building bis heute als das höchste Gebäude der Stadt. Da wir den berühmten Wolkenkratzer so faszinierend fanden, war für uns schnell klar, das wir auch noch ein zweites Mal herkommen würden. Beim ersten Besuch fuhren wir am frühen Abend auf die Aussichtsplattform hinauf. Die Dämmerung hatte bereits eingesetzt und so hatten wir einen ausgezeichneten Ausblick über die gesamte, beleuchtete Stadt. Wir wollten allerdings auch einmal bei Tageslicht die Aussicht von der Plattform genießen. Also fuhren wir ein zweites mal auf das Empire State Building. Bei hervorragendem Wetter konnte man Meilenweit über die Stadt und die verschiedenen Landschaften schauen.
Planet Hollywood
Die in Amerika sehr bekannte Fast-Food-Kette Planet Hollywood haben wir eher zufällig beim Shopping in der Stadt entdeckt. Da unsere Verpflegung in den 10 Tagen sowieso ausschließlich aus Burgern und Pizza bestand, fiel die Entscheidung also nicht schwer. Im Vergleich zu unseren eingedeutschten Fast-Food-Ketten ist Planet Hollywood eher ein richtiges Restaurant in dem man auch gemütlich Platz nehmen konnte. Das fand wohl auch Bruce Willis. Schon beim Eintreten wunderten wir uns über die Menschentrauben vor dem Restaurant. Als wir dann an einem etwa 20 m entfernten Tisch einen Mann entdeckten waren wir uns schnell sicher, dass kann nur einer sein :). Mit einem so angenehmen und dazu noch Prominenten fast-Tischnachbarn schmeckten die Burger doppelt gut! Wenn jemand in New York also Prominente treffen möchte, so scheint Planet Hollywood eine der angesagten Adressen zu sein. :)
World Trade Center
Das heute leider nur noch in unseren Gedanken existierende World Trade Center wollte natürlich ebenfalls von uns besucht werden. Von seiner Art her ist das World Trade Center in erster Linie ein Bürogebäude und ähnelt mit den Touristen-Shops derVermarktung des Empire State Buildings. Die höchsten Türme des Centers waren die berühmten Twin Tower, von denen man einen besonders guten Ausblick auf den Hafen und auf den Financial District genießen konnte. Mittlerweile ist es ein seltsames Gefühl, dass das World Trade Center etwa ein Jahr nach unserem Urlaub zerstört wurde. Dafür sind wir aber stolz darauf es noch kennen gelernt zu haben
Freiheitsstatue/Ellis Island
Ein Pflichtbesuch jedes New York Besuchers ist natürlich das Wahrzeichen, die berühmte Freiheitsstatue oder auch "Statue of Liberty". Da sie auf der kleinen Insel Liberty Island steht, musste man mit einem Schiff übersetzen. Die Schifffahrt ist natürlich schon allein wegen des absolut atemberaubenden Blickes auf die Skyline von New York unschlagbar. Leider stellt die Freiheitsstatue nur eine Touristenattraktion dar, sodass es brechend voll war und wir eine lange Wartezeit für den Aufstieg in Kauf nehmen mussten. Jedoch allein das Wissen, dass wir gerade in diesem Moment auf dem womöglich bekanntesten Wahrzeichen der Welt standen, war einen Besuch wert. file:///media/Elements/HPs/reiseberichte.timo-burg.info/newyork.php Das Schiff hielt neben Liberty Island auch noch auf Ellis Island. Ellis Island gilt heute als Museum zum Thema Immigration. Früher mussten sich alle Menschen, die in die Vereinigten Staaten einwandern wollten auf dieser Insel anmelden und wurden hier abgefertigt. Um nicht nur unsere Bäuche mit amerikanischer Kultur in Form von Burgern zu füllen, füllten wir an diesem Tag also auch unsere Köpfe damit. Nicht zuletzt um unser Gewissen zu beruhigen. :)
Central Park
Da das Wetter während unseres Urlaubs nahezu immer sehr gut war, haben wir auch einen kompletten Nachmittag im Central Park verbracht. Der Park beginnt im nördlichen Teil von Manhattan an der 59th Straße bis hinauf zur 110th Straße. Angelegt im Jahr 1853 dient der Central Park heute als eine Art Treffpunkt für die Bürger New Yorks und zählt als eine der Haupattraktion der Touristen. Viele Selbstdarsteller und Künstler tummelten sich an den großen Plätzen, um Ihr Können, bei was auch immer :), dem Rest der Welt zu präsentieren. Als Kontrast zu den Wolkenkratzern, den unzähligen Autos und der ständig vorherrschenden Hektik Manhattans ist der Central Park als Ort für Entspannung und Erholung bestens geeignet.
5th Avenue
Die 5th Avenue ist wohl eine der bekanntesten Straßen der Welt. Wer etwas zu zeigen hat, der tut es dann wohl am ehesten genau hier. Viele berühmte Modemarken reichen sich hier die Klinke in die Hand. Wenn man dort einkaufen gehen möchte dann sollte man seine Kreditkarte besser nicht vergessen haben, denn so hoch wie die Wolkenkratzer, so hoch sind wohl auch die Preise in den meisten Geschäften und In-Stores auf der 5th Avenue. Trotz alldem war es eine Erfahrung wert, den "Reichen & Schönen" beim Einkaufen zuschauen zu dürfen :)
Financial District
Der Financial District ist das finanzielle Herzstück Manhattans und befindet sich im südlichen Teil der Insel. Entlang der Wall Street sind zahlreiche Banken und Finanzunternehmen, sowie einige Anwaltskanzleien angesiedelt. Neben vielen hektischen Geschäftsleuten, Börsenmaklern und weiteren wichtigen Menschen konnte man riesige Gruppen von japanischen Touristen beobachten, die scheinbar ein ganzes Arsenal an hochwertigen Kameras ausprobieren wollten. Im Financial District selbst kann man im Grunde nicht wirklich viel machen. Eine der wenigen Möglichkeiten ist die Besichtung des New York Stock Exchange, kurz gesagt der Börse. Nach den mittlerweile üblichen Sicherheitschecks wurden wir von einem Touristenführer durch das Gebäude geführt. Der eigentlich spannende Teil begann, als wir den Börsenmaklern beim Handeln zuschauen konnten. Wenn man selbst denkt, man hätte Stress oder wäre hektisch, dann sollte man sich selbst beruhigen, in dem man das Spektakel in der New Yorker Börse einfach mal auf sich wirken lässt!
> Brooklyn Bridge
Auf etlichen Plakaten und/oder Filmen ist die Brooklyn Bridge ein immer wieder gern benutztes Wahrzeichen für New York City. Die Hängebrücke selbst ist die Verbindung zwischen den Stadteilen Manhattan und Brooklyn. Man kann sie sowohl mit dem Auto, den öffentlichen Verkehrsmittel, oder wie wir es gemacht haben, zu Fuß überqueren. Die bereits über 120 Jahre alte Brücke ist nach wie vor recht gut in Schuss und man sollte es sich nicht nehmen lassen, diese New York Attraktion mitzunehmen!
Times Square
Der Times Square ist so etwas wie der Mittelpunkt von New York City. Hier findet man zahlreiche Theater, Kinos, die üblichen Touristenkleinzeugläden, als auch etliche Fast-Food-Ketten, sowie MTV und Sony. Benannt wurde der Times Square übrigens nach der gleichnamigen New Yorker Zeitung, der New York Times. Eigentlich kann man den Times Square nicht verfehlen, aber sollte dennoch mal jemand auf der Suche sein, zu finden ist er zwischen der 42nd und 47th Straße bzw. an der Kreuzung von Broadway und Seventh Avenue. Wir selbst waren im Grunde täglich dort, meistens um den Abend in einer der etlichen Sportbars ausklingen zu lassen oder um noch eine Runde in einem der Gamecenter ein weiteres Duell in was auch immer auszutragen :) Am Times Square pulsiert das Leben, egal zu welcher Tages oder Nachtzeit, hier ist immer etwas los, hier gibt es immer etwas zu sehen und zu erleben. Gerne hätten wir uns auch eine der ansässigen Shows angeschaut, aber das haben wir in unseren 10 Tage leider nicht mehr unterbekommen.
Weitere Sehenswürdigkeiten
Das war natürlich längst nicht alles was New York City zu bieten hat. Vielmehr eine Art Auszug aus der großen Palette an Möglichkeiten, die einem Manhattan bietet. Um noch einige Sehenswürdigkeiten beim Namen zu nennen, hier noch eine kurze Liste :)
Flat Iron Building, Waldorf Astoria, Trump Tower, Un-Building, Immigrantenviertel wie Chinatown und Little itlay, Rockefeller-Center, Chrysler Building, Grand Central Station, etliche Museen etc. In unseren 10 Tagen haben wir leider nur einen Bruchteil der Möglichkeiten new Yorks ausgenutzt. Deshalb waren wir uns auch beim Abflug sicher, dass wir mit Sicherheit wiederkommen würden.
Leute
Wir haben die New Yorker Bevölkerung als sehr nett und hilfsbereit wahrgenommen. Man könnte denken das ein Großteil der dort lebenden Menschen von den vielen Touristen sehr genervt sind. Dies ist aber keineswegs der Fall. Im Gegenteil, die New Yorker sind sehr hilfsbereit, egal um was auch immer es geht, die simple Wegbeschreibung oder auch die restlichen Cents bei der Burgerbestellung :)Shopping
Shopping in New York City... Allein mit einen ausführlichen Artikel über das Einkaufen im Big Apple könnte man wohl ganze Bücher füllen. Auch wir waren nahezu täglich in den zahlreichen Geschäften unterwegs und haben auch den ein oder anderen Dollar ausgegeben. Die Palette reicht von zahlreichen Sport und Klamottenläden, über riesige Einkaufscentren wie Macys oder Bloomingdales, bis hin zu den bereits erwähnten Luxusboutiquen entlang der 5th Avenue. Begünstigt durch den guten Dollarkurs und die zahlreichen Auswahlmöglichekiten sollte eigentlich jeder in New York etwas passendes für seinen Kleiderschrank finden :)Wetter
Bis auf einen Tag hatten wir während unseres Urlaubs im Grunde jeden Tag herrlichstes Sommerwetter. Allerdings ist es bei geschätzten 30° in den Straßen New Yorks schon sehr schwül, so dass wir die Klimaanlagen jeglicher Geschäfte dankend angenommen haben.Fortbewegung
Wer kennt sie nicht, die Yellow Cabs aus New York City. Auf sämtlichen Straßen sieht man nahezu nichts anderes. Allerdings ist hier auch schon das Problem. New York ist in fast jeder Straße völlig überfüllt mit wartenden Autos. Sollte man also kein hauptberuflicher Stauführer sein, ist es ratsam eine andere Erkundungs-Variante zu wählen. Je nach Entfernung zur Sehenswürdigkeit sind wir entweder gelaufen, oder wir haben die U-Bahn genommen. Direkt am ersten Tag unseres Urlaubs haben wir uns ein Ticket für die komplette Zeit zugelegt. Das U-Bahn Netz Manhattans ist sehr gut ausgebaut und man findet sich auch als nicht ortskundiger Tourist sehr gut zurecht. Da wir, wie schon erwähnt, nahezu jeden Tag sehr gutes Wetter hatten, sind wir auch oft zu Fuß auf Erkundungstour gegangen. So hatten wir auch die Möglichkeit fernab der touristischen Centren New York kennenzulernen. Diese Art des Entdeckens und Kennnenlernens können wir nur empfehlen.Bilder
Alle Bilder die ihr in diesem Artikel anschauen könnt, sind der großartigen "Google-Maschine" zu verdanken. Leider waren wir damals noch nicht im Besitz einer digitalen Kamera. Die analogen Fotos sind mittlerweile zu einer Fotowand verarbeitet, so dass Einscannen auch nicht wirklich eine Option gewesen ist! Also nochmals Danke an die Google-Bilder-Suche :)Fazit
Wir haben unsere 10 Tage in New York sehr genossen und wenn wir genau drüber Nachdenken auch nichts negatives erlebt. Das Hotel, die vielen Sehenswürdigkeiten, und nicht zuletzt die vielen verschiedenen Menschen haben uns einen sehr schönen Urlaub und einen würdigen Abschluss unserer Schulzeit beschert :) Ach ja, wir kommen wieder!Home |
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